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Bessere Ergebnisse durch geschulte Mitarbeiter: Weshalb fortlaufende Qualifikation Ihrer Kollegen im Spritzguss unerlässlich ist

Umsatz, Kapital oder Materialbestände – was glauben Sie, ist die wichtigste Ressource eines jeden Unternehmens? Kleiner Tipp: Es ist nichts von allen dreien. Die wichtigste Ressource und damit der entscheidende Erfolgsfaktor für ein Unternehmen sind seine Mitarbeiter. Ohne sie könnte kein Betrieb in der Kunststoffbranche funktionieren, geschweige denn erfolgreich am Markt mitmischen. Keine Frage also, dass ein Unternehmen einiges investieren sollte, damit seine Mitarbeiter produktiv und effektiv arbeiten. Neben dem für das Unternehmen nutzbaren Fachwissen kann ein Invest in die Weiterbildung ein starker Motivator für die Mitarbeiter sein und die Unternehmensbindung erhöhen. Warum Sie gerade in der Kunststoff- und Spritzgießbranche auf Schulungen setzen sollten und wieso die richtige Schulung eine echte Motivationsspritze sein kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Schulung ©️MAGMA Giessereitechnologie GmbH (c) MAGMA Giessereitechnologie GmbH

Schulung ©️MAGMA Giessereitechnologie GmbH

So wichtig ist konstruktive Expertise im Spritzguss

Wie in vielen anderen Branchen auch, stehen die Themen Ressourcenschonung und Umweltschutz im Spritzguss ganz oben auf der Liste. Der wichtigste Grund dafür ist der Ruf, den Kunststoff in der Öffentlichkeit hat. Spätestens seitdem Bilder von verschmutzten Stränden und Meeren voller Abfall um die Welt gehen, ist Plastik zum Unwort des Jahrhunderts mutiert. Hinzu kommt, dass der pro Kopf erzeugte Plastikmüll der Menschen steigt. Was das mit einer Spritzguss-Schulung zu tun hat? Ganz einfach:

Ein Mittel, um den Ressourceneinsatz im Spritzguss zu senken und damit die CO2-Bilanz zu reduzieren, ist der gezielte Einsatz von sich kontinuierlich weiterentwickelndem Fachwissen, gute Planung und Verantwortungsbewusstsein der Beteiligten. Denn Schwachstellen mittels Simulation aufzudecken, ist nur dann ressourcenschonend möglich, wenn die Anwender gut ausgebildet sind. Und dafür kommt es im Spritzguss auf die richtige Schulung an.

Optimale Qualität im Spritzguss – die passende Schulung hilft

Aus wirtschaftlichen sowie aus Effizienzgründen sind ein umfassendes Wissen und eine tiefgreifende Expertise ein absolutes Muss im Spritzguss. Das gilt vor allem vor dem Hintergrund einer ressourcen- und umweltschonenden Produktion. Eine ressourcenschonende Planung und Realisierung von Spritzgussverfahren ist nur möglich, wenn die Anwender über ausreichend Fachwissen verfügen. Die verschiedenen Phasen eines Projektes fordern ein bestimmtes Know-how, das sich mit einer entsprechenden Schulung vertiefen und festigen lässt – ein Muss für die effiziente und umweltbewusste Produktion.

Bei Spritzgussprojekten gibt es unterschiedliche Phasen, in denen bestimmtes Wissen besonders hilfreich ist. Im Entwicklungsstadium, das heißt in der Designphase des Bauteils, sind Kommunikationsfähigkeit, Prozessverständnis, Nachhaltigkeitsplanung sowie kunststoffgerechtes Gestalten gefragt. In der Realisierungsphase, also während des Werkzeugbaus und der Prozessplanung bzw. während des Prototypenbaus, kommt es insbesondere auf die Fähigkeiten im Projektmanagement, im Werkstoffverständnis sowie im Prozessverständnis an – für eine anforderungsgerechte Werkstoffauswahl und effiziente Prozessplanung. Und auch die Produktionsphase fordert im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses stetige Optimierung des Spritzgusses. Ohne eine passende Schulung der Mitarbeiter wäre eine gleichbleibend hohe Produkt-, Prozess- und Servicequalität kaum realisierbar.

Fachwissen und regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter sind echte Erfolgsfaktoren

Zunehmende Anforderungen an die Bauteile (Stichwort: integrative Fertigung) bedingen komplexere Prozesse. Diese wiederum fordern stetige Aktualisierungen und Optimierungen, um Produkte in einer gleichbleibend hohen Qualität liefern zu können und gleichzeitig nicht den Anschluss an den Wettbewerb zu verlieren. Anpassungen während der laufenden Produktion vornehmen? Für die reibungslose Fertigung ein echtes No-Go. Denn das stört die Herstellung, kostet Zeit und damit auch Geld. Die Lösung: eine Simulation der Änderungen am Computer. Doch die ist für den Spritzgussprozess nur dann gewinnbringend, wenn der Anwender die Simulation richtig bedienen kann und das entsprechende Backgroundwissen, wie Materialcharakteristika und Prozessdetails, hat. Und dafür braucht es die passenden Schulungen.

Mit anderen Worten: Bestimmte Prozesse am Computer auszuprobieren, also zu simulieren, und darüber festzustellen, dass etwas im realen Prozess nicht optimal funktioniert, ist erst dann wirtschaftlich, wenn der Anwender weiß, wie er das Werkzeug in der Simulation nutzen und die Ergebnisse „lesen“ muss. Unter „richtig bedienen“ versteht man in diesem Zusammenhang die Kenntnis darüber, was das Werkzeug leisten kann, wie es einzustellen ist, damit es für das Einsatzgebiet bestmöglich geeignet ist, und wie es effektiv bedient wird. Der Spritzguss ist komplex – und Schulungen helfen, ihn besser zu verstehen.

Werkstoff Kunststoff – das gehört zur „Allgemeinbildung“ beim Spritzgießen

Es gibt mehr als 200 verschiedene Kunststoffarten. Diese haben unterschiedlichste Eigenschaften und Verarbeitungsbedingungen. Für optimale Produktionsergebnisse ist es wichtig, dass Konstrukteure und Verarbeiter bestens mit den Eigenschaften und den Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Kunststoffe vertraut sind. Deswegen sollte jeder Mitarbeiter, der im Spritzguss eingesetzt ist, regelmäßig eine Schulung zu diesen vier Basics des Verfahrens besuchen: Grundlagen der Kunststoffverarbeitung im Spritzguss, kunststoffgerechtes Gestalten und Konstruieren, Prozesstechnik Spritzgießen und gezielter Einsatz der Simulationssoftware.

Hier gilt: Je detaillierter die Kenntnisse über einen bestimmten Kunststoff, desto effizienter lässt sich die Verarbeitung planen. Und mit mehr Prozessverständnis kann man Schwachstellen in der Produktion aufdecken und effizienter werden. Zudem ist es wichtig, neben der Kenntnis über den Kunststoff selbst, auch das Zusammenspiel im Prozess zu verstehen. Dabei gibt die Branche (z.B. Medizin, Entwicklung und Elektronik, Consumer, Verpackung etc.), in der man tätig ist, in der Regel vor, welche Kunststoffe man als Verarbeiter kennen sollte. Meist unterstützen die Materialhersteller zusätzlich mit Know-how und versuchen, die Materialauswahl zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Die Verarbeiter geben eher die benötigten Anforderungen vor und lassen sich bei der Kunststoffauswahl unterstützen. Ihre Kenntnisse im Spritzguss sollten sie dabei durch eine regelmäßige Schulung an entsprechenden Instituten oder beim Softwareanbieter selbst festigen. Gerade Letztere bieten oft eigens auf ihre Produkte abgestimmte Schulungen an.

Darum liefern geschulte Mitarbeiter bessere Ergebnisse

Fest steht, Weiterbildung ist ein Motivator für kompetente Mitarbeiter und kultiviert deren Neugier. Neugier ist der Katalysator für Innovation. Die Zeiten von ausgedehnten Trial-and-Error-Lernphasen sind vorbei, da die Time-to-Market immer kürzer wird. Konstrukteure, Werkzeugbauer, Prozessplaner und Materialexperten haben immer weniger Zeit, um aus Erfahrungen zu lernen. Gezielte Weiterbildung und Schulung im Spritzguss sind das Kondensat aus Erfahrungen von Experten und ermöglichen mit weniger Zeiteinsatz, mehr Wissen zu vermitteln. Denn je besser man eine Sache kennt, desto schneller, aber auch perfekter kann man diese umsetzen. Das führt ja am Ende dazu, dass Abläufe reibungslos funktionieren. Und: je reibungsloser, desto effektiver.

Zeigt der Arbeitgeber den Willen, in seine Mitarbeiter über Weiterbildungsmaßnahmen zu investieren, kann das Investment in die Weiterbildung der Mitarbeiter gleichzeitig ein Motivator für bessere Arbeit sein. Dabei zahlt es sich durch mehr Effizienz, aber auch durch eine höhere Bindung der Mitarbeiter zum Unternehmen aus. Und gut ausgebildete Mitarbeiter sind letztendlich das Aushängeschild für ein Unternehmen und ein Garant für wirtschaftliches Wachstum und Erfolg.

 

Über uns

Seit 20 Jahren sind wir Experten für alle Arten von Spritzgusssimulation. Vom Bauteil bis hin zum ganzen Prozess helfen wir bei der Optimierung von Thermoplast-, Elastomer-, Thermoset- und PIM-Anwendungen. Hier können Sie mehr über das Unternehmen hinter SIGMASOFT® erfahren.

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